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Můra: Noch ein wenig Licht bleibt

fand statt · 24. Mai 2026

Palác Akropolis, Prag

Beschreibung wurde vor der Veranstaltung verfasst

Woher kommt die Finsternis? Aus den Schatten? Schleicht sie leise aus den Wäldern und zielt auf menschliche Behausungen? Woher kommt das Böse? Auch aus den Schatten? Kommt auch es von dort, wie die Finsternis, zu menschlichen Behausungen?

Die Inszenierung basiert auf wahren Geschichten von drei jungen Menschen, die in den 1930er Jahren in der Tschechoslowakei aufwuchsen. Sie entstand als Botschaft der Mitglieder des Theaterkollektivs NIE, das bereits seit 25 Jahren zusammenarbeitet – zur Zeit der Uraufführung ihrer ersten Inszenierung Der lange Weg nach Hause im August 2001 waren einige der heutigen Ensemblemitglieder noch nicht geboren.

In drei Geschichten setzt das Kollektiv auf Humor, Verfremdung, charakterstarkes Schauspiel und Live-Musik als Mittel, um schwierige Themen zu erschließen.

Das Wort "můra" hat uralte Wurzeln: Die Slawen glaubten, dass Mory (später Můra) ein nächtliches Wesen war – der Geist eines Verstorbenen, der keine Ruhe fand und sich nachts auf die Brust schlafender Menschen setzte, um sie vor Gefahr zu warnen. Der Name selbst stammt aus der indogermanischen Wurzel mer- ("drücken", "reiben"), die auch im englischen mare (daher nightmare) oder norwegischen mareritt vorkommt. In neueren Interpretationen, die auf der nordischen Saga der Ynglinger basieren, sind es Frauen, die zuerst vor Gefahr warnten und der Gemeinschaft halfen, sich einer besseren Zukunft zuzuwenden.

Für Zuschauer ab 14 Jahren.