Der Magier im Kreml
Kino Atlas, Prag
Russland in den frühen 1990er Jahren. Die Sowjetunion ist zusammengebrochen, und aus ihren Trümmern entsteht eine neue Welt – chaotisch, rücksichtslos und ohne Skrupel. Vadim Baranov (Paul Dano), ein scharfsinniger junger Mann aus der Welt der Kunst und Fernsehunterhaltung, findet sich unerwartet im Zentrum der Macht wieder. Er wird zum inoffiziellen Berater und Architekt des öffentlichen Images eines unscheinbaren Mannes aus dem Geheimdienst – Wladimir Putin (Jude Law).
Baranov beherrscht Worte, Bilder und Illusionen. Hinter den Kremelmauern erschafft er Geschichten, die die neue russische Realität prägen – er lehrt Wladimir, wie man zu Menschen spricht, wie man Wahrheit durch Manipulation ersetzt und wie man Glaube in ein Kontrollinstrument verwandelt. Die einzige Person, die er nicht kontrollieren kann, ist Ksenia (Alicia Vikander).
Nach fünfzehn Jahren des Schweigens spricht Baranov. Seine Aussage enthüllt die Machenschaften des Regimes, das er mitaufgebaut hat – die dunklen Gänge eines politischen Systems, in dem jedes Wort einem Zweck dient und keine Version der Realität endgültig ist.