Eugen Alfons Czernin – Jindřichův Hradec
Jindřichův Hradec
Eine chronologische thematische Ausstellung über das Leben von Eugen Alfons Czernin (1892–1955), dem letzten Besitzer der Herrschaft Jindřichův Hradec. Eugen Alfons war kein direkter Nachkomme des Jindřichův Hradec-Zweigs der Familie Czernin – er wurde von seinem kinderlosen Onkel František Czernin (1857–1932) adoptiert. Seine Kindheit war mit der Region Krkonoše und Podkrkonoší verbunden, wo die Familie Czernin-Morzin Güter besaß, sowie mit Prag. 1910 absolvierte er das Gymnasium auf der Malá Strana, studierte dann an der privaten katholischen Schule Stonyhurst College in Großbritannien und Jura an der deutschen Karl-Ferdinand-Universität in Prag. Im Ersten Weltkrieg diente er im 2. Husarenregiment in Galizien, Wolhynien und Rumänien. 1919 heiratete er Josefína Schwarzenbergová. Elf thematische Abschnitte führen die Besucher von den Familienwurzeln über die Jugend, das Studium in England, die Gründung der eigenen Familie und seine Rolle als Gutsherr bis zu Auslandsreisen, seiner Leidenschaft für die Jagd und beiden Weltkriegen.
Die Ausstellung präsentiert bislang unveröffentlichte Fotografien aus dem Czernin-Archiv, darunter Aufnahmen von bedeutenden Fotografen und Studios des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts – Heinrich Eckert, J. F. Langhans, Carl Pietzner, Wiener Ateliers Adèle und d'Ora. Auch authentische Fotografien aus seinem Militärdienst, die Czernin selbst aufnahm, sind enthalten. Begleittexte zu den einzelnen Abschnitten werden durch Kopien von Archivdokumenten aus seinem schriftlichen Nachlass ergänzt. Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bezirksarchiv Jindřichův Hradec organisiert. Sie befindet sich in der Schloss-Galerie auf dem Zweiten Hof, Eingang über die Schloss-Kasse. Täglich 10:00–16:00 Uhr geöffnet. Die Ausstellung läuft bis 19. Juli 2026.