Endemiten: Geschichten des Verschwindens
A Studio Rubín, Prag
Foto: Michal Kmínek
Endemiten: Geschichten des Verschwindens ist eine Theaterinszenierung unter der Regie von Lucie Ferenzová, die am 5. Oktober 2024 im A Studio Rubín Premiere hatte. Der Text wurde gemeinsam von Dagmar Fričová und dem deutschen Autor Matthias Naumann (Künstlergruppe Futur II Konjunktiv) geschrieben – es entstanden zwei unterschiedliche Inszenierungsfassungen, eine tschechische in Prag und eine deutsche im Berliner Theater unterm Dach. Die Inszenierung basiert auf Geschichten endemischer Tiere und Pflanzen, also Organismen, die an einen einzigen Ort gebunden sind, und überträgt dieses Prinzip auf Menschen und ihre Lebensweisen: einen verschwindenden Seilbahnbetreiber, einen Vagabunden, ein Mädchen, das in den Wald flieht. Am Seeufer erscheint ein nackter Mann, der behauptet, den Klimawandel vor zweihundert Jahren berechnet zu haben; eine Familie fährt zum Skifahren, obwohl es keinen Schnee gibt; ein Vagabund führt ein Gespräch mit einem Fisch auf Deutsch. Die Inszenierung betont den intergenerationalen Dialog mit einer magischen Ebene – Urgroßväter treffen auf Enkel, und die heutige Jugend spricht mit zukünftigen Nachkommen. Mit Jana Kozubková, Tereza Hof und Halka Třešňáková. Die Inszenierung entstand als Koproduktion des A Studio Rubín, Kolonie z.s. und Futur II Konjunktiv mit Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, des Staatlichen Kulturfonds und des Goethe-Instituts. Hinweis: Die Aufführung enthält Nacktheit; Fotografieren und Aufnahmen sind nicht gestattet.